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Petronije "Perica" Stankovic

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Timbrado-Discontinuo DKB 06-02-02 P. Stankovic
 Timbrado-Discontinuo           DKB 06-02-02                                                                  P. Stankovic

Gesangstraining

Ab mitte Oktober beginne ich mit dem Gesangstraining an. Die Junghähne werden in die Gesangsbauer gesetzt, damit sie in ruhe ihren Gesang studieren können. Hierfür, verwende ich weder einen Vorsänger, noch eine CD. Sie sollen ihren Gesang selbst einstudieren. Als Anregung verwende ich einen Tonträger mit der klassischen Musik, daß über eine Zeitschaltuhr geregelt wird und ca. 6 Stunden am Tag im Betrieb ist (WDR3-Klassik). Das Futter wird umgestellt und in kleineren Mengen verabreicht, damit die Vögel nicht Fettleibig werden und der Gesang nicht beeinträchtig wird. Nachdem sich die Vögel an die Gesangsbauer gewöhnt haben und langsam zu singen beginnen, beginnt der eigentliche Gesangstraining. Hier gehe ich folgendermaßen vor:

 

 

1. Woche

 

Der Raum wird mit einen Vorhang etwas abgedunkelt, damit die Vögel kein direktes Tageslicht bekommen. Damit vermeide ich das sie nicht zu Triebig werden und ihren "Jugendgesang" beibehalten.

 

2. Woche

 

Nachdem die Vögel begonnen haben ihr Gesang vorzutragen, werden sie in den Gesangskisten ganz reingeschoben, damit sie sich gegenseitig nicht sehen, sondern nur hören können. Die Klappen bleiben dabei geöffnet. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase, beginnen sie auch fleißig an zu singen. Jetzt achte ich darauf, Vögel mit fehlerhaften Gesang sofort zu entfernen. Ich versetze sie in einen anderen Raum, damit sie von den anderen nicht gehört werden können. In der Regel, werden die Vögel schon vorher getrennt. Das tue ich wenn sie noch alle zusammen in der Voliere sind. Es kommt aber immerwieder vor, daß einige in der Voliere nicht singen und mit dem Gesang erst im Gesangsbauer anfangen.

 

3. Woche

 

Jetzt beginne ich damit die Vögel abzuhören. In eine von mir selbsgebaute Bewertungskabine, werden sie dann Kollektionsweise aufgestellt und abgehört. Ich beginne in 5 Minuten-Takt. Fangen sie innerhalb von 5 Minuten nicht an ihren Gesang vorzutragen, werden sie wieder in die Gesangskiste zurückgelegt und die nächste Kollektion wird abgehört.

 

4. Woche

 

Ab der vierten Woche, haben die Vögel sich daran gewöhnt beim "Aufstellen" ihren Gesang vorzutragen. Sobald sie beim Aufstellen ziemlich schnell mit ihren Gesang beginnen, erhöhe ich die Abhörzeit auf 10 Minuten. Je nach möglichkeit, höre ich sie 2-3 mal am Tag ab. Haben sie beim Aufstellen fleißig gesungen, werden sie mit einer Leckerei belohnt (etwas Eifutter oder Obst), bevor sie wieder zurück in die Gesangskiste gesetzt werden.

 

5. Woche

 

Jetzt sind alle Vögel im Gesangsfieber. Nun, überlege ich welche Vögel ich als Kollektion zusammensetze. In der Regel werden sie schon vorher nach Verwandschaftsgrad zusammengesetzt, aber dies funktioniert leider in der Praxis nicht immer so wie mann es sich vorstellt. Da ich eine Linienzucht betreibe, ist der Gesang meiner Vögel so ziemlich identisch. Demnach überlege ich welche Vögel gesanglich zueinander passen und setze die Kollektionen dementsprechend zusammen. Sie werden weiterhin regelmäßig abgehört. Jetzt ist fast schon die Zeit gekommen in der die Meisterschaften stattfinden und es bleibt abzuwarten wie sich die Vögel beim Wettbewerb präsentieren werden.

 

Es ist für mich die schönste Zeit und ich freue mich jedes Jahr darauf, zum einen in der Hoffnung daß meine Timbrados eine gute platzierung erreichen, zum anderen meine Züchterkollegen aus In -und Ausland zu treffen, um Meinungen und Erfahrungen auszutauschen.      

 

 

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